Bürgerbräu Arnsdorf
Mit Liebe handwerklich gebraut



Arnsdorfer Erbrichter

Der kräftig malzige Doppelbock mit Autorität und Whisky-Note. 



Typ: Doppelbock
Alkohol: 8,7 %vol.

Schaum: feinporig, cremig wolkig und gut quellend
Farbe: bernstein und opal
Aroma: malzig, karamellig und dunkle Früchte
Mundgefühl: ölig, cremig, geschmeidig, leicht prickelnd und voller Körper
Antrunk: malzig, karamellig, Kakao
Haupttrunk: Biskuit, Dörrobst, schokoladig, Whisky-Note, Honig
Abgang: verspielte Bittere, feinherb malzig und mild torfigem Ausgang
Besonderheit: Whisky-Note

Verfügbar: 0,33l Kronkorkenflasche

Pfad über die Wiesen bei Arnsdorf.

Namensgebung


Unser kräftiger Doppelbock geht auf eine Sage aus Arnsdorf um den Arnsdorfer Erbrichter zurück, dem in dunkler Nacht Seltsames begegnete.

Die Erbgerichtsbesitzer Arnsdorfs nannte man in früheren Zeiten auch Landrichter. Einem von ihnen ist einmal folgendes begegnet:
Der Landrichter war in Amtsgeschäften nach Radeberg geritten. Im hellen Mondenschein trat er den Rückweg an. Als er in die Nähe der Teichwiesen kam, scheute plötzlich sein Pferd und wollte nicht mehr weiter. Alles gütliche Zureden half nichts. Darüber verwunderte sich der Landrichter sehr und suchte die Ursache zu ergründen. Da merkte er, wie neben dem Pferde ein tischhohes Männchen, gehüllt in ein graues Mönchskleid, stand. Das wundersame Mönchlein schmiegte sich förmlich an das Pferd und streckte bittend seine Hände zu dem Reiter empor und sprach: "Erlöse mich! Du kannst es, so du willst. Folge mir mutig, nur sprich kein Wort, was dir auch widerfahren mag. Mich wirst du dadurch erlösen. Meines Dankes bist du gewiß. Ich werde dich unermeßlich reich machen."
Der Landrichter, sonst ein beherzter Mann, verspürte aber keine Lust, dem dringenden Wunsche des grauen Möchleins nachzukommen. Er gab vielmehr dem Pferde die Sporen, so daß sich jenes hoch aufbäumte und im rasenden Galopp auf der Landstraße dahinstürmte. Dem Landrichter war es nicht entgangen, wie es mitten auf der Landstraße funkelte und glitzerte. Sie war mit Gold- und Silberstücken ganz überstreut. Nach kurzer Zeit erreichte er das Dorf und begab sich, nachdem er das Pferd in den Stall gebracht hatte, zur Ruhe. Freilich konnte er lange keinen Schlaf finden, denn er sah noch immer im Geiste das bittende Männlein vor sich.
Als der Landrichter früh erwachte, dachte er sofort wieder an sein Erlebnis. Die Neugier trieb ihn im Tagesgrauen hinaus zu den Teichwiesen. Er wollte sehen, ob das Gold noch auf der Landstraße liege. Das war allerdings verschwunden, aber da, wo das Pferd mit den Hufen das Gold berührt hatte, lag es noch auf dem Wege. Der überraschte Landrichter hob es auf. Es waren echte Gold- und Silberstücke. Als er nun heimkam und in den Pferdestall trat, sah er auch hier noch einige Gold- und Silberstücke liegen, die er ebenfalls an sich nahm.
Die betreffenden Gold- und Silbermünzen sind bis 1888 im Besitz der Arnsdorfer Erbrichter gewesen und haben ihnen viel Glück und Segen gebracht, dazu großen Reichtum. Die Landrichter Arnsdorfs waren die reichsten Leute in weitester Umgebung. Der letzte Erbrichter aus der Familie Walther, die seit etwa 1644 ununterbrochen im Besitze des Arnsdorfer Erbgerichtes war, hatte noch drei Stücke jener Münzen, die er sorgsam aufbewahrte. Nach seinem Tode sind sie leider verschwunden. Wilhelm Walther starb am 5. Mai 1888 kinderlos.  

Friedrich Bernhard Störzner: Vom Arnsdorfer Erbrichter. In: Bornematz, hock uff! (Herausgegeben vom Rat der Gemeinde Arnsdorf). Druck- und Verlagshaus Jena, Oktober 1993, S. 44 f.

An unseren Arnsdorfer Erbrichter sollte man sich dem Rufe folgend nun mutig trauen und sich auf ihn in einer ruhigen abendlichen Stunde einlassen. Die Belohnung sind zwar keine Gold- und Silberstücke, dafür aber ein kräftig malzig und hopfiger Genuß, der diese Spezialität von Bürgerbräu Arnsdorf auszeichnet.  

 
 
 
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